Bugspriet Eigenbau

24 Aug

Jeder der schon mal mit dem Bug zur Pier in einer Box oder an Moorings festgemacht hat, wird sich wohl sehnlichst einen Bugspriet gewünscht haben. So erging es auch mir, denn nicht alle Marinas sind mit Seitenstegen ausgestattet.

Aber nicht nur das Betreten des Bootes war unkomfortabel, auch war es jedes Mal ein Akt, den Anker samt Kettenvorlauf und Leinen aus der Kajüte zum Bug und wieder zurück zu schleppen.

Aus diesem Grund stand für mich eines fest: Ein Bugspriet muss her!

Lange Zeit habe ich im Internet recherchiert und festgestellt, dass ein robuster und funktionaler Bugspriet ab 500€ aufwärts kostet, wobei es nach oben hin kaum Grenzen gibt. Da aber auch ein fertiger Bugspriet i.d.R. noch an das Boot angepasst werden muss, entschied ich mich für einen Eigenbau, der sich in meinem Fall für ca. 100€ Materialkosten realisieren ließ. So war es mir möglich, den Bugspriet in der Länge und Breite genau an meine Bedürfnisse anzupassen und dabei noch eine Menge Geld zu sparen.

Ich möchte Euch daher in diesem Beitrag eine kleine Übersicht und ein paar Tipps für den Selbstbau eines Bugspriets an die Hand geben.

IMAG0137

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Lackierung eines GFK-Bootes – Teil III: Grundierung & Lackierung

9 Dez

Wenn Ihr es bis hier hin geschafft habt, könnt ihr Euch entspannt zurücklehnen und ein kühles Bier genießen! Den größten und unangenehmsten Teil der Arbeit habt Ihr nun hinter Euch!

Die Grundierung sollte natürlich direkt im Anschluss an die Reinigungsarbeiten erfolgen. Plant Ihr erst in ein paar Tagen damit zu beginnen, sollte der letzte Step der Vorbereitung (siehe: Lackierung eines GFK-Bootes – Teil II: Vorarbeiten) erst kurz vor dem Spritzvorgang erfolgen.

Wie schon im ersten Teil beschrieben, habe ich mich für das Produkt EP811 von Epiform entschieden, da diese Grundierung bzw. dieser Filler bereits weiß gefärbt ist und somit bei der Lackierung später nicht mehr durchschimmert (Das soll keine Schleichwerbung für Epiform sein, natürlich gibt es viele Marktbegleiter wie International, Hempel, usw.). Das macht es beim Spritzen zwar etwas schwerer zu erkennen, wo schon ausreichend Schichtstärke aufgetragen worden ist, aber dafür habt Ihr hinterher ein tolles Ergebnis und spart Euch u.U. eine Lackschicht.

Grundierung

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Lackierung eines GFK-Bootes – Teil II: Vorarbeiten

19 Nov

Die Grundlage für jede gute Lackierung ist eine saubere Vorbereitung der zu lackierenden Fläche. Wer hierbei spart, wird sich später sehr ärgern! Denn wie schon in Lackierung eines GFK-Bootes – Teil I: Planungsphase erwähnt, solltet Ihr damit rechnen, dass die Vorbereitung einen Großteil der gesamten Arbeitszeit ausmacht und ebenso verhält es sich auch mit dem Ergebnis. Ein schlecht vorbereiteter Untergrund kann selbst vom besten Lackierer der Welt niemals ordentlich beschichtet werden.

Vorarbeiten

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Lackierung eines GFK-Bootes – Teil I: Planungsphase

18 Nov

Aus gegebenem Anlass widme ich mich in diesem Beitrag dem Thema Boots-Lackierung und den leider sehr aufwendigen Vorarbeiten eines solchen Vorhabens.

Eigentlich bin ich ja ein Freund der Aufarbeitung von GFK bzw. Gelcoat (zu diesem Thema werde ich noch einen ausführlichen Bericht schreiben), da der Zustand des Gelcoat jedoch sehr schlecht war, musste ich mich damit anfreunden mein Boot neu zu lackieren.

Ein Boot zu lackieren ist keine Arbeit die man mal eben zwischen Tür und Angel an einem Wochenende durchzieht. Ihr solltet Euch Zeit nehmen und gut darauf vorbereiten. Ca. 90% der Arbeitszeit gehen für die Planung und vor allem die Vorarbeiten drauf, denn die Lackierung an sich ist das kleinere Übel. Daher gehen wir die Sache mal chronologisch an, von der Planungsphase über die Vorarbeiten, die Grundierung, bis hin zur Lackierung.

Planungsphase

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Bootsscheiben erneuern – Acrylglas oder Polycarbonat – Das ist hier die Frage?!

21 Mai

Ihr spielt mit dem Gedanken die Scheiben in Eurem Boot auszutauschen?

Dann werdet Ihr unweigerlich an dem Punkt landen, an dem Ihr euch die Frage stellt: „Ist Acrylglas oder Polycarbonat die bessere Wahl für mein Projekt?“

Gleich vorweg, diese Entscheidung ist nicht einfach und nicht pauschal zu beantworten. Ich habe sehr intensive Recherchearbeit betrieben und möchte daher in diesem Beitrag meine Ergebnisse und ein paar Tipps für Euch zusammenfassen.

Zu Beginn möchte ich zunächst auf die Begrifflichkeiten eingehen, denn hier fängt die Problematik schon an. In vielen Foren und sogar Fachartikeln ist oft die Rede von „Plexiglas“ oder „Makrolon“ und die meisten wissen nicht, dass es sich bei diesen beiden Bezeichnungen lediglich um eingetragene Markennamen handelt. Ich vergleiche es gerne mit den Taschentüchern, die umgangssprachlich „Tempo“ genannt werden, oder Haushaltsrollen, zu denen viele „Zewa“ sagen. Hinter dem Markennamen „Plexiglas“ verbirgt sich das Material Acrylglas und hinter „Makrolon“ das Material Polycarbonat. Diese beiden Materialien haben grundlegend unterschiedliche Eigenschaften, die jeweils Vor- und Nachteile mit sich bringen. Dazu möchte ich zunächst einen Vergleich aufstellen. Continue reading