Über

Moin moin!

Ich bin Florian, der Gründer von „Der-Boote-Blog“

 

Was Dir dieser Blog bieten soll…

Interessante Berichte zu meinen Restaurations-Projekten, Tipps und Tricks für all diejenigen die selbst an ihren Booten werkeln, Reise- und Revier-Berichte, allgemeine Informationen zum Thema Boote und Wassersport und vieles mehr!

 

Meine Geschichte…

Schon seit vielen Jahren begeistert mich alles rund um das Thema Wassersport, Boote, Restaurationen und Reisen. Bereits als kleiner Junge war ich eine Wasserratte und es dauerte nicht lange, bis ich mir mein erstes „Boot“ zulegte. Damals kaufte ich von meinem Konfi-Geld ein tolles „Jumbo Tramper SL“ Kajak von Metzler und erkundete zusammen mit meinen Eltern die Talsperren und Flüsse in meiner Gegend. Während der Schulzeit fehlten leider die finanziellen Mittel mich zu vergrößern und das Hobby zu intensivieren, aber es ist nie in Vergessenheit geraten!

Mit Beginn meiner Volljährigkeit sollte es dann endlich weitergehen. Zusammen mit ein paar Freunden charterten wir mehrmals Hausboote und Motoryachten in den Niederlanden und verbrachten darauf unvergessliche Urlaube. Es dauerte nicht lange, bis aus einer Bierlaune heraus das erste Projekt ins Leben gerufen wurde. Damals schossen ein Freund und ich einen alten Backdecker im Internet, welcher nach und nach restauriert werden sollte. Zu dem Zeitpunkt noch völlig unerfahren und naiv dachten wir uns … „na den bekommen wir schon wieder flott“. Leider entpuppte sich das vermeintliche Schnäppchen als „Fass ohne Boden“, weshalb wir dieses Projekt wieder aufgeben mussten und als Lehrgeld abhakten. Mittlerweile soll es wohl in den Niederlanden herumschippern, aber genaueres wissen wir leider nicht.

Ein paar Erfahrungen reicher, schauten wir uns anschließend nach einem anderen Boot um und wurden in den Niederlanden fündig. Kurzerhand kauften wir einen 10m Stahlverdränger der auf Grund eines Brandes im Motorraum günstig zum Verkauf stand. Natürlich musste auch hier Hand angelegt werden, aber die Basis war solide und der Aufwand überschaubar – dachten wir. Das Boot lag dauerhaft in den Niederlanden und wurde an Wochenenden und während des Urlaubes über knapp 3 Jahre von uns und unseren Freunden restauriert. Zwar sollte es eigentlich etwas schneller gehen, aber bedingt durch die langen Anreisezeit und die fehlende Erfahrung zog sich das Projekt dann doch etwas länger als ursprünglich angesetzt. Aber es war eine lehrreiche Zeit und unterm Strich hat es auch viel Freude bereitet, wenn auch fast die gesamte Freizeit und der Jahresurlaub dafür drauf ging. Aus diversen Gründen trennte ich mich nach einigen Jahren von diesem Projekt und wollte mir ein eigenes Boot zulegen.

Noch relativ unentschlossen welches Boot es werden sollte, kaufte ich mir seinerzeit zunächst ein kleines Schlauchboot um überhaupt auf´s Wasser zu kommen. Natürlich war dies kein Vergleich zu einem 10m Boot mit Küche, Bad und festen Betten, aber immerhin konnte ich meinem Hobby weiter nachgehen. Schon nach den ersten Ausflügen stellte ich fest, dass ein 3,4m Schlauchboot einfach zu klein für Tages-Törns ist und ersteigerte im Internet ein ziemlich heruntergekommenes DSB Zephyr 504 Schlauchboot für kleines Geld. Es war zwar ein Boot älteren Semesters, aber sehr solide verarbeitet und eigentlich unverwüstlich. Mit dem richtigen Reiniger, Hypalon-Kleber und Lack für den Motorspiegel, wurde aus dem alten Schätzchen ein schönes Schlauchboot mit viel Platz für längere Törns.

Zu dieser Zeit war ich noch ohne Sportboot-Führerschein mit einem kleinen 6PS  Motor unterwegs, was mir auf Dauer einfach ein bisschen zu öde war. Also entschloss ich mich den SBF-See zu machen und ein Jahr später den SBF-Binnen. Gesagt getan, ein bisschen büffeln musste ich schon, aber dann war das Thema auch relativ schnell abgehakt. Als Inhaber eines SBF-See musste jetzt natürlich auch ein passendes Boot her! Spontan wie immer schlug ich bei einer Hille Cameo 400 mit 40PS AB zu, die ich nur noch aus dem ehemaligen Osten ins Ruhrgebiet ziehen musste. Wie schon bei meinen vorherigen Booten, waren auch hier ein paar Schönheitskorrekturen notwendig, aber im großen und ganzen war das Boot in einem guten Zustand und die Arbeiten waren eher kosmetischer Natur. Als es dann das erste Mal auf´s Wasser ging strahlten meine Augen. 40PS an so einem kleinen Sportboot machen schon mächtig Laune!

Mit der Hille verbrachte ich meinen ersten Boots-Urlaub in Kroatien und war von der Wasserlandschaft absolut überwältigt. Zwar kannte ich das Land schon vom Ufer aus, aber die unendlich vielen Buchten und Inseln blieben mir dabei leider verborgen. Die kroatische Adria ist ein ganz besonderes Revier und einfach unbeschreiblich schön. Nette Menschen, eine tolle Flora und Fauna, glasklares Wasser, leckeres Essen, traumhafte Temperaturen und viel Sonne… Wenn überhaupt gab es nur einen Haken: Mit einem 4m Sportboot kommt man leider nicht in den Genuss die Buchten bzw. Inseln nacheinander anzufahren und dort zu übernachten, da es einfach zu klein ist. Außerdem war es auf Grund seines flachen Rumpfes sehr ungemütlich bei kabbeligem Wasser, genauso wie Go-Kart auf Kopfsteinpflaster mit Schlaglöchern.

Ihr ahnt es sicher schon? Richtig! Kroatien hat mir den Kopf verdreht und es musste unbedingt ein trailerbares Boot mit kleiner Kajüte her. Noch während des besagten Urlaubes entdeckte ich im Forum ein 5,4m langes GFK-Boot mit kleiner Kajüte und viel Platz. Der nette Verkäufer reservierte mir das gute Stück bis zu meiner Rückkehr nach Deutschland und natürlich musste ich dann bei der Besichtigung auch sofort zuschlagen. Ein bisschen tat es mir zwar leid, aber die Hille musste wieder verkauft werden um Platz für ein neues Projekt zu schaffen, an dem ich aktuell arbeite. Da ich mir in den Kopf gesetzt hatte den SBF-Binnen noch nachzuziehen, musste ich mich neben der Restaurierung auch mal auf den Hintern setzen und ein bisschen büffeln. Im Vergleich zum SBF-See war der Aufwand jedoch relativ gering.

…Fortsetzung folgt!

Ich werde nach und nach meine alten Projekte und auch mein aktuelles Projekt beschreiben und hier online stellen. Zum Glück wurden viele Arbeitsschritte fotografiert und dokumentiert, sodass ich einiges an Lesestoff nachreichen kann. Die Geschichte wird selbstverständlich auch fortgeführt. Denn trotz meiner Absicht dieses Boot ein paar Jahre zu behalten, bin ich doch realistisch und behaupte mal, dass es mit Sicherheit nicht das letzte Boot sein wird 😉